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Gebissaufbau

Was hält die Zähne im Mund?

In Ober- und Unterkiefer sind die Zahnwurzeln in den sogenannten Zahnfächern verankert, das sind taschenartigen Aussparungen des Kieferknochens. An dem harten Überzug der Wurzeln, dem Zahnzement sitzen zahlreiche Fasern aus Bindegewebe und verbinden ihn elastisch mit dem Zahnfach. Dank dieser nachgiebigen und  dennoch stabilen Verbindung können die Zähne den erheblichen Druckbelastungen beim Kauen standhalten.

Während Schneidezähne und Eckzähne nur eine Wurzel besitzen, haben die  Backenzähne des Ober- und Unterkiefers bis zu drei Wurzeln. Die Wurzeln der Weisheitszähne sind häufig unregelmäßig geformt, etwa mit Krümmungen oder Haken.

Wie entwickelt sich das Gebiss?

Den Menschen wachsen nur zweimal im Leben Zähne: Die Milchzähne und das Dauergebiss.

Der  erste Milchzahn kommt meist zwischen dem 6. und 12. Lebensmonat heraus. Im Alter von etwa zwei Jahren ist das Milchgebiss vollständig. Es  besteht aus 20 Zähne, acht Schneidezähnen, vier Eckzähnen und acht Backenzähnen.

Um das 6. Lebensjahr beginnt der Durchbruch der bleibenden Zähne. Die zweite Zahnung erstreckt sich über mindestens 8 Jahre. In dieser Zeit hat man ein sogenanntes Wechselgebiss aus Milchzähnen und bleibenden Zähnen, wobei immer mehr Milchzähne durch bleibende Zähne ersetzt  werden. Außerdem bilden sich 8 bis 12 zusätzliche hintere Bachzähne. Die hintersten vier Backenzähne im Kiefer, die Weisheitszähne, treten  allerdings oft nicht alle durch oder fehlen ganz.

Wie lebt es sich ohne Zähne?

Unsere Zähne sind die erste Station des  Verdauungswegs. Wir zermahlen damit die Nahrung zu einem weichen Brei,  der durch die Speiseröhre in den Magen gleitet. Gutes Kauen erleichtert  dem Magen die Arbeit. Voraussetzung dafür sind gesunde Zähne!

Die bis zu 32 Zähne, die ein erwachsener Mensch hat, haben verschiedene  Aufgaben. Die Schneidezähne schneiden mit gewaltiger Kraft wie eine Schere die Nahrung klein. Mit ihnen beißen wir kleine, mundgerechte  Stücke ab. Die spitzen Eckzähne daneben können Nahrungsteile  herausreißen. Dahinter sitzen die breiten Backenzähne, die wie  Mühlsteine die Nahrung zu Brei zermahlen.

Wie sind die Zähne gebaut?

Beim gesunden Gebiss ist nur ein Teil  jedes Zahns in der Mundhöhle sichtbar, die Zahnkrone. Unsichtbar bleibt die Zahnwurzel, die rund zwei Drittel der gesamten Zahnlänge ausmacht.  Sie verankert den Zahn im Kieferknochen. Die Wurzeln der Zähne sind vom  Zahnhals bis zur Wurzelspitze mit einer dünnen harten Schicht, dem  Wurzelzement überzogen. Am Zement sind die Fasern befestigt, die den  Zahn im Kieferknochen verankern.

Überzogen sind die Zähne von einer strahlend weißen Schicht, dem Zahnschmelz. Er  ist die härteste Substanz die wir im Körper haben, sogar härter als  Knochen, und schützt das Zahninnere. An Schneidekanten und Höckerspitzen ist die Schmelzschicht am dicksten, während sie nach unten hin, im Bereich des Zahnhalses, dünner wird.

Zahnkrone und Zahnwurzel bestehen größtenteils aus dem knochenartigen Zahnbein  oder "Dentin". Es ist wesentlich weicher als der Zahnschmelz, und es  kann - im Gegensatz zum Schmelz - zeitlebens von bestimmten Zellen im  Zahninneren nachgebildet werden. Frei liegendes Dentin ist sehr empfindlich für Reize, etwa kalt, warm oder süß. Grund dafür sind  zahlreiche lebende Zellen, die in winzige Kanälchen des Zahnbeins hineinragen und die Reize an das Zahninnere weiterleiten.

Den  Innenraum des Zahns füllt das Zahnmark oder die "Pulpa" aus.  Umgangssprachlich wird es mitunter auch als "Zahnnerv" bezeichnet. Denn die Pulpa enthält Nervenfasern, die bei Reizung Zahnschmerzen  verursachen können. Außerdem liegen hier Blutgefäße, die zur Ernährung  des Zahns dienen.